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Kl. 10 "Kirche in der heutigen Gesellschaft" - Projekttag 2013

„Ein sehr interessanter Tag mit vielen Informationen zur Arbeit von kirchlichen Einrichtungen  und ehrenamtlicher Engagement.“

Das war nicht nur der Eindruck von Eileen, sondern von vielen Schülerinnen und Schülern vom diesjährigen Projekttag „Kirche in der heutigen Gesellschaft“. Für die Klassenstufe 10 ist er inzwischen eine feste Einrichtung am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Den Jugendlichen wird  mit  Vertretern aus unterschiedlichen kirchlichen, sozialen und karitativen Einrichtungen ein Einblick in die Arbeitsbereiche und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft gegeben.
Durchgeführt wird die Veranstaltung von der Schulseelsorgerin Theresia. Berwanger-Jochum in Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen für Katholische und Evangelische Religion und Ethik.
Auch dieses Mal konnten zahlreiche Referenten und Referentinnen aus unterschiedlichen Fachbereichen engagiert werden.
Es gab Wokshops zu Polizeiseelsorge, Schwangerschaftsberatung, Obdachlosenhilfe, Friedensdienst im Ausland, Telefonseelsorge, Ambulante Hospizarbeit, Notfallseelsorge, Flüchtlingsarbeit, Suchtberatung, Freiwilliges Soziales Jahr und Kirche in Radio und Fernsehen.
So bot der Projekttag die Möglichkeit, nähere Einblicke in ganz verschiedene soziale und karitative Bereiche zu bekommen und man wurde angeregt, mal über den eigenen Tellerrand schauen. (Jasmin)
Außerdem  hat der Tag gezeigt, dass Kirche mehr ist als Gottesdienst und Bibel und wie wichtig diese Arbeit ist. Er hat motiviert, selbst in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln. (Helen)
Dank vieler Kuchenspenden war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

„Kirche in der heutigen Gesellschaft“: Projekttag 2012

Der Projekttag „Kirche in der heutigen Gesellschaft“ - durchgeführt von der Schulpastoral am Geschwister-Scholl-Gymnasium, den FachlehrerInnen für Katholische Religion,  Evangelische Religion und Ethik - ist in zwischen ein fester Bestandteil im Schuljahr für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10.
In diesem Jahr standen den Schülerinnen und Schülern zu folgenden Workshops Referenten und Referentinnen zum Gespräch zur Verfügung:

  • Palliativstation  
  • Polizeiseelsorge
  • Schwangerschaftsberatung
  • Obdachlosenhilfe
  • Militärseelsorge
  • Friedensdienst im Ausland
  • Gefängnisseelsorge
  • Betreuung Psychisch Kranker
  • Telefonseelsorge
  • Ambulante Hospizarbeit
  • Notfallseelsorge
  • Flüchtlingsarbeit

Dazu einige Schülerbeiträge:

Friedensdienst im Ausland:Die Ressourcen in der Welt sind sehr ungleich verteilt. Das führt oft zu Spannungen unter den Völkern. Durch den Friedensdienst versucht man diese Unstimmigkeiten auszuräumen. Was überraschend ist, ist die Tatsache, dass die meisten Freiwilligen in die USA oder nach Kanada geschickt werden, da es in diesen Ländern noch starke Probleme zu bekämpfen gibt. In den USA ist es die Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit, in Kanada werden Behindertenbetreuungen angeboten. Der Friedensdienst ist ein spannendes Projekt, da man Menschen hilft und gleichzeitig Kultur und Sprache eines Landes kennenlernt.Telefonsseelsorge:Menschen, die niemand zum Reden haben, können sich an die Telefonseelsorge wenden. Vielen ist dabei die Anonymität sehr wichtig, die bei der Telefonseelsorge stets gewahrt bleibt. Bei der Saarbrücker Telefonseelsorge gehen täglich durchschnittlich 55 Anrufe ein, 2-4 Anrufer am Tag sind suizidgefährdet.Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern gibt es 70 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die dafür eine Ausbildung von 11/2 Jahre haben.Palliativstation:Auf der Palliativstation werden Menschen mit einer unheilbaren Krankheit im Endstadium liebevoll gepflegt und betreut. Sie sollen die Möglichkeit haben, dies Endphase ihres Lebens mit einer bestmöglichen Lebensqualität zu verbringen. Die Angehörigen werden in diese Betreuung ebenfalls einbezogen. Ihnen soll der bevorstehende Verlust eines lieben Menschen und der Umgang mit dem Tod erleichtert werden.

Flüchtlingsarbeit:
Ende 2010 waren 43, 7 Mio Menschen auf der Flucht. Die meisten wollten gar nicht fliehen, sondern nur so lange das Land verlassen, bis sich die Situation gebessert hat.
Typische Herkunftsländer sind Afghanistan, Iran, Irak, Türkei und Algerien.
Die Flüchtlinge sind sowohl auf finanzielle als auch auf moralische Hilfe angewiesen. Es ist sehr schwer für sie, sich hier zurecht zu finden, da sie nicht integriert sind und  nur geduldet werden.

Obdachlosenhilfe:
Fast jeder geht einfach so an Obdachlosen vorbei und ignoriert sie. Die „Oase“ in Saarlouis bietet eine Anlaufstelle und Hilfe für diese Menschen, die meistens durch schlimme Schicksalsschläge aus dem „normalen Leben“ gerissen wurden. In Deutschland sind offiziell 300 000 Obdachlose gemeldet. Die Dunkelziffer ist jedoch viel höher. Die Zahl der obdachlosen Kinder und Jugendlichen liegt bei12000.  

Neben den vielen Informationen in den Workshops hat der Tag Interesse geweckt, sich später selbst in einem Bereich zu engagieren!
In den Pausen war für die Jugendlichen ein reichhaltiges Getränke- und Kuchenbuffet angerichtet, das gern in Anspruch genommen wurde.
In einer abschließenden Auswertung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Eindrücke wiederzugeben und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Klasse 10: "Exil als Erfahrung" - Besuch der Landesaufnahmestelle Lebach

Anlässlich unseres Themas „Exil als Erfahrung“ im Religionskurs 10 von Frau Bremer, besuchten wir einige Emigrantinnen der Landesaufnahmestelle in Lebach, um sie nach ihren Erfahrungen zu befragen. Nach einem kurzen Fußmarsch zum Kinderhort in Lebach trafen wir Frau Jenal, die uns jene Frauen vorstellte, die sich bereit erklärt hatten, unsere Fragen zu beantworten. Wir wurden in Kleingruppen aufgeteilt, wo wir uns dann bei einem Stück Kuchen gegenseitig kennen lernten.
Wir sprachen mit einer Frau, die wegen des Kriegs aus dem Irak geflohen ist und nun schon seit sechs Jahren zusammen mit ihrer Familie in Deutschland lebt. Zwei ihrer Kinder besuchen eine weiterführende Schule, das dritte geht noch in den Kindergarten. Deutlich wurde, dass sie sehr stolz ist auf die Tatsache, dass ihre Kinder hier die Möglichkeit haben, einen guten Schulabschluss zu erlangen. Sie selbst arbeitet für ein Taschengeld im Kinderhort. Sie berichtete, dass sie trotz vielfältiger Unterstützung wie zum Beispiel Lebensmittelpaketen, sehr sparsam leben müssten. Daher sei sie froh, einer Arbeit nachgehen zu können, was vielen ihrer Bekannten nicht vergönnt sei.
Wir sind sehr dankbar, dass wird die Möglichkeit hatten, mit einer Frau aus der Landesaufnahmestelle zu sprechen. Wir erhielten Einblick in eine Welt, die uns fremd  war und der wir mit Vorurteilen begegneten. Diese legten wir während des Gespräches ab, worüber wir sehr froh sind.
(Katharina Croon-Hoffeld, Andreas Schmitt, Claudia Francke, Jan Weyand, Vanessa Sträßer, Sarah Biegelmeier)

Bei unserem Besuch in der Landesaufnahmestelle in Lebach sprachen wir mit einem 19-jährigem pakistanischen Mädchen, das bereits seit einigen Jahren in Deutschland lebt. Sie kam mit ihrer Mutter und den sechs Geschwistern hierher, da die Eltern in Pakistan keine Zukunft für ihre Kinder sahen. Dort sollen die Mädchen bereits mit 18 Jahren verheiratet werden und dürfen nicht arbeiten gehen, geschweige denn einen Schulabschluss machen. Der Vater allerdings hatte noch viel zu erledigen, beispielsweise musste er das Haus verkaufen und Arbeit abschließen und kommt daher  erst in den nächsten Monaten, nach insgesamt sechs Jahren, nach Deutschland. Mittlerweile hat die Muslimin ihren Hauptschulabschluss und wird bald an der Berufsschule anfangen. Und da auch ihre Eltern eine gute, berufliche Zukunft für sie wollen, wird die Ehe und die Familiengründung  aufgeschoben bis sie bereit dafür ist.
Nach einem Jahr Förderklasse beherrschte sie die deutsche Sprache perfekt, ebenso wie der Rest der Familie und daher wird zuhause Deutsch gesprochen, was uns sehr überrascht hat. Allerdings wird pakistanisch gekocht.
In Deutschland darf sie sich abends mit Freunden treffen, jedoch sind Diskotheken, Alkohol und Rauchen streng verboten.
Abschließend erklärte sie, dass sie sich gut eingelebt hat und es ihr in Deutschland gut gefällt. Sie wünscht sich dennoch, irgendwann mit ihrer Familie in ihr Heimatland Pakistan zurückzukehren.
Für uns persönlich war es ein sehr interessantes Gespräch und wir sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.
(Jeanne Blaes, Kristina Meng, Caroline Mast, Sophie Schmitt, Denise Bauermann, Jessica Schmitt)

Am Montag, dem 10. November 2008, führten wir Schüler und Schülerinnen des GSG Lebach im Rahmen unseres Religionsunterrichts zum Thema „Exil als Erfahrung“ ein Gespräch mit einer Emigrantin, die wir über ihre Emigrationserfahrungen in der Kindertagesstätte in Lebach befragten.
Sie emigrierte im Alter von 15 Jahren mit ihren Eltern und der gesamten Familie aus Kirgistan (200 km von China entfernt) nach Deutschland, wo sie mittlerweile schon über 10 Jahre lang lebt. Da sie verhältnismäßig jung war, als ihre Eltern entschieden, nach Deutschland auszuwandern, konnte sie uns auf die Frage, warum sie ihr Heimatland verlassen habe, keine Auskunft geben. Um die deutsche Sprache zu erlernen, besuchte sie anfangs einen Caritas-Sprachkurs und ging danach zur Handelsschule. Zurzeit macht sie ein Praktikum in der Kindertagesstätte, um ihren Traum, einmal als Erzieherin zu arbeiten, verwirklichen zu können.  
Auf die Frage, ob sie irgendwann einmal wieder in ihr Heimatland zurückkehren wolle, antwortete sie mit einem deutlichen „nein“. Sie führte folgende Gründe an: sie habe einen deutschen Pass, das Leben in Deutschland gefalle ihr wesentlich besser, ihre zwei Kinder sehe sie hier wohlbehütet aufwachsen und sie habe  keinerlei Bezug mehr zu ihrer früheren Heimat. Von Anfang an habe sie sich in Deutschland akzeptiert und angenommen gefühlt. Auch in der Schule habe es nur wenige Probleme mit den Mitschülern gegeben.  
Wir bedankten uns recht herzlich für das offene Gespräch, durch das unsere Vorurteile abgebaut wurden und wir eine andere Sichtweise auf die Lebensverhältnisse dieser Menschen bekommen konnten.
(Laura Kaiser, Lara Schulz, Jessica Geib, Peter Brill, Gregory Gian-Luca di Cunto, Daphne Hahn)

Klassenstufe 7 – Unterrichtsreihe: Die romanische Kirche

Projektarbeit (von Claudia Bremer):
Entwerfe eine Kirche, die jeden Betrachter erkennen lässt, was Christen wichtig ist

Hintergrund:

Die griechische Wurzel der Begriffs Kirche meint zunächst die Kirchengemeinschaft, später auch den Kirchenbau. Dieser Entwicklung soll mit einem kreativen Einstieg Rechnung getragen werden, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken darüber machen, wie eine zeitgemäße Gemeinschaft der Christen ihrer Meinung nach sein sollte. Anschließend versuchen sie als „Architekten“ einen Kirchenbau zu entwerfen, der diese für sie wichtigen Merkmale zeigt. Dabei sollen sie darauf achten, dass wirklich jedes Bauelement eine Aussage hat. Durch diese Arbeit sensibilisiert für die Aussage von Kirchenbauten, beginnt für die Schülerinnen und Schüler die eigentliche Unterrichtsreihe zum romanischen Kirchenbau.

„Mein Traum von Kirche(ngemeinschaft)“ – Auszüge aus Texten der Klasse 7F1 (Schuljahr 2011/2012)

„Ich würde es toll finden, wenn die Leute nett wären und auch sonst nicht zu ernst wären. Man sollte viel Spaß mit ihnen haben. Alle sollten eine Gemeinschaft bilden und keinen ausschließen.“


„Ich würde gerne Teil einer Kirchengemeinschaft sein, wenn die Mitglieder nett und freundlich wären. Außerdem, wenn es eine Gruppe wäre, die Spaß am Leben hat und nicht zu ernst ist, aber trotzdem einen schönen und ordentlichen Gottesdienst halten würde. Außerdem wäre es toll, wenn man zusammen Feste feiern würde, wie z.B. Weihnachten und Ostern. Man sollte nicht auf das Äußere achten, sondern jeden in die Gemeinschaft aufnehmen, so wie er ist. Zusätzlich wäre es schön, wenn man etwas gemeinsam unternimmt, wie zum Beispiel Sport machen und gemeinsam Kochen.“


„In der Gemeinschaft sollten Leute meines Alters sein, mit denen ich mich gut verstehe. Natürlich können auch ältere Leute kommen. Die Menschen sollten eine nicht ganz so strenge Ansicht von Kirche haben, denn das ist einfach nicht mehr modern. Der Pfarrer sollte die Kinder in den Gottesdienst mit einbeziehen. Die Kinder sollten Fragen über Gott stellen können, die sie wirklich interessieren und es sollte nicht nur aus der Bibel vorgelesen werden, sondern auch modernere Fassungen von Texten. Mein Traum wäre, dass die Leute alles einfach lockerer sehen.“


„Ich finde, eine Kirchengemeinschaft ist nur eine Gemeinschaft, wenn sie andere Religionen nicht verhöhnt. Sie soll nicht hassen und nicht morden. Außerdem muss man sich untereinander respektieren. Man muss nicht ganz furchtbar gläubig sein. Dann sollte man zusammen beten. Spenden sollten auch für arme Menschen sein. Man soll andere nicht unterdrücken und isolieren. Eine Kirchengemeinde sollte auf einem Fleck nicht besonders groß und nicht besonders klein sein.“


„Man soll zu den Leuten gehen können und dabei merken, dass man dazu gehört und nicht ausgestoßen wird. Das heißt, dass alle zusamen halten wie in einer großen Familie. Alle sollen zusammen fröhlich sein und nicht traurig. Man lacht und erzählt sich Dinge zu allen möglichen Themen. Alle sind nett zueinander und beleidigen bzw. beschimpfen sich nicht. Wenn jemand etwas erzählt, hören sie gut zu und reden nicht rein oder machen sich darüber lustig. Sie sollten keine Gewalt anwenden, sondern Probleme mit Worten lösen. Keiner lästert über einen anderen – alle sind friedlich und essen auch mal miteinander.“


„…Die Gemeinschaft sollte auch Freizeitangebote und Camps für Kinder, Erwachsene und Jugendliche anbieten, wo man sich noch zusätzlich zur Religion etwas näher kommt. Außerdem sollte die Gemeinschaft, wenn man sich abmelden will, nicht aufdringlich und unhöflich sein. …“

 

Bauelement

Aussage

außen:

 

Große, offene Tür

keinen ausschließen

Glasdach

offen sein

Christliche Symbole an den Fenstern

Glaube an Gott

Taube

Frieden

Kreuz

Glaube an Gott

innen:

 

Hobbyräume

Gemeinsame Freizeitgestaltung

Springbrunnen und Kerzen

Spenden an Arme

Runder Altar mit Bibelsprüchen

Glaube an Jesus, Gemeinschaft

Sakristei

zur Vorbereitung des Gottesdienstes

Sitzsäcke

Wohlfühlen und Gemütlichkeit

Empore mit Wendeltreppe

Wohlfühlen

Eisstand

Wohlfühlen; Spenden an Arme

 

 

 

 

 

 

Seminar "Leben mit dem Tod" in Klassenstufe 9

„Wir sprechen in der Schule über alles, nur nicht über den Tod!“
 (Jessica Adamek)
Dieser Satz war Auslöser für ein nicht alltägliches Seminar unter dem Motto:
 „Leben mit dem Tod“
17 Schüler und Schülerinnen der Klasse 9LI trafen sich im Kloster „Heiligenborn“ in Bous, um sich mit diesem Thema auseinander zu setzen - sicher keine leichte Kost, weder für Erwachsene noch für Jugendliche in diesem Alter.
So war es am Anfang ein ganz wichtiger Punkt, über die eigenen Erfahrungen mit Tod und Sterben zu sprechen. Beeindruckend war dabei die Offenheit und das Vertrauen, das man sich entgegen gebrachte, auch wenn es für manche neu war – so Lisa Gotto – mit so vielen über den Tod zu sprechen.
Nach einer kurzen Information über Sterbephasen „Was passiert, wenn ein Mensch stirbt“ ging es um die Frage „Wie nehme ich Abschied?“ Die unterschiedlichsten Todesanzeigen dienten dazu, eine eigene Abschiedkarte zu gestalten. Dass bei dieser Auseinandersetzung natürlich auch viele Emotionen und Erinnerungen hochkamen, war nicht zu vermeiden. Aber es wurde auch deutlich:
 „Der Tod hat nicht nur negative Seiten, mit ihm verbinden wir auch viele schöne Erinnerungen an einen lieben Menschen.“ (Lisa Albrecht)
Die gemeinsame Vorbereitung – Selbstverpflegung war angesagt – eines sehr reichhaltigen Abendessens und das anschließende Pantomimespiel sorgten wieder für eine ausgelassene Stimmung.
Nach erholsamem Schlaf in den kalten Gemäuern des Klosters und einem stärkenden Frühstück fanden sich alle TeilnehmerInnen zu einer einstimmenden Meditation in der Hauskapelle ein.
 „Was kommt nach dem Tod?“ Dieser Frage wurde nachgegangen aufgrund von Berichten über Nahtoderlebnisse und biblischen Aussagen. Selbstgestaltete Hoffnungsbilder waren der Versuch einer eigenen Antwort auf die gestellte Frage. In einer sehr dichten Atmosphäre wurde die Vielfalt der Entwürfe zusammengetragen zu einer Vorstellung vom Himmel.
Das Wort „Liebe“ war schließlich der Schlüsselbegriff, der alle Hoffnungen und Erwartungen auf ein Weiterleben zusammenfasste: die Liebe bleibt wie ein festes Band eine tragende Verbindung zu den Verstorbenen, die im Himmel „in der Liebe Gottes“ weiterleben.
Für einen abschließenden Gottesdienst am Ende der Veranstaltung bot der Altarraum der Klosterkirche den geeigneten Rahmen. Mit Texten, Liedern und Gebeten wurden die einzelnen Schwerpunkte  des Seminars noch einmal bedacht. In Erinnerung an einen lieben Menschen stellte jeder Teilnehmer eine Kerze zu den Hoffnungsbildern. In der Mitte wurde eine große Kerze angezündet – zum Zeichen, dass Gott ein Gott des Lebens und der Liebe ist.

Ein Bericht aus Schülersicht (von Maurice Salm):

Die Klasse 9LI bereitet sich auf den Tag X vor

Vom 27.-28.03.2009 besuchte die Klasse 9LI das Kloster Heiligenborn in Bous für eine Veranstaltung der ganz besonderen Art: ein Seminar zum Thema „Tod“. Dieses Treffen war von der Klasse gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Fr. Berwanger-Jochum initiiert und durchgeführt worden. Tatkräftig unterstützt wurde das ganze durch die Klassenlehrerin Fr. Schuh, die auch als Begleitperson am Seminar mitwirkte.


1. Tag – Ankunft
14.00 Uhr – Ankunft im Koster Heiligenborn in Bous. Zu Beginn werden erst einmal die Zimmer kritisch inspiziert und bestehen dann bei allen Schülern und Lehrern die Qualitätsprobe. Einziges Manko: die Heizungen in den Zimmern funktionieren nicht. Lösung: Die Schüler wandeln zu jeder Tages- und Nachtzeit entweder in warmen Kleidern oder in dicken Wolldecken durch das Kloster. Es wurden vereinzelt Nachtgespenster gesichtet. Nach der Ankunft mussten natürlich auch die hungrigen Mägen gestillt werden, also begab man sich in gemütlicher Runde zu Tisch und verzehrte entweder die mitgebrachten Kuchen oder das, was in der Küche in Gemeinschaftsarbeit kredenzt wurde. Auch ein einzelner Mönch verirrte sich mehr oder weniger zur Gruppe. Pater Menke, so der Name dieses Mönches, erzählte dann der Klasse von der Arbeit der Redemptoristen im Saarland und der Ordensprovinz Köln. Nach dem dann die Zimmer inspiziert, der Hunger gestillt und die Ordensgeschichte bekannt war, kam man zum eigentlichen Zweck des Treffens: dem Diskutieren über den Tod. Also begnügte man sich in den zweiten Stock – natürlich nicht ohne Zwischenstopp im ersten Stock in der Hauskapelle – und diskutierte mit Elan und Eifer bis zum Abendessen, dieses wurde natürlich auch, wie bereits gewohnt, in Gemeinschaftsarbeit hergerichtet. Die Küche als Ort der Begegnung. Nach dem Abendessen, welches reichlich mit Nahrungsmitteln durch Schüler und deren Eltern versorgt war, begab man sich zu illustren abendlichen Spielen wie zum Beispiel dem gestischen Erklären von „ICE“ oder „Gummizelle“. Auf das mehr oder weniger erfolgreiche Erklären folgte die Nachtruhe – die natürlich eingehalten wurde.

2.Tag – Abreise
Der zweite Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück (u.a. Würstchen und Tomaten). Nachdem man auch hier wieder die Mägen gefüllt und die Keller geleert hatte, begann eine letzte Diskussion und ein letztes Mal wurden die Stifte gezückt, die Arbeitsblätter ausgefüllt und die Meinungen niedergeschrieben. Als dann auch hier die Gemüter erhitzt und Debatten geführt waren, veranstaltete man den Abschluss des Ganzen in der Klosterkirche mit dem Singen eines Liedes, dem Niederlegen eine Plakates und Anzünden von Kerzen. Dann  wurden die Schüler schon von ihren wartenden Eltern in Empfang genommen, dies markierte den Endpunkt eines spannenden, informativen und tollen Wochenendes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Kirche in der heutigen Gesellschaft“ - ein Projekttag für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10

Einen Schulvormittag ganz besonderer Art erlebten die Schülerinnen und Schüler des Geschwister –Scholl-Gymnasiums am 22. Januar mit dem Projekttag „Kirche in der heutigen Gesellschaft“. Kompetente Fachleute aus unterschiedlichen kirchlichen und karitativen Einrichtungen leiteten 10 Workshops, in denen sich die Jugendlichen mit den Motiven, Inhalten und Zielen der jeweiligen Arbeitsbereiche befassten. Entsprechend umfassend und interessant war die Themenauswahl für die Workshops, die Schulseelsorgerin Theresia Berwanger-Jochum mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern für diesen Tag zusammengestellt hatte. Vertreten war die Zivildienststelle des Bistums Trier, die Krankenhausseelsorge der Palliativstation, die Streetworkerarbeit des evangelischen Kirche, die Obdachlosenhilfe der Caritas, die Polizeiseelsorge, die Friedensbewegung „Pax Christi“, die Militärseelsorge, Gefängnisseelsorge, und die Aidshilfe des kirchlichen Hilfswerkes „missio“.
In den Gruppen erhielten die Schülerinnen und Schüler sehr lebendig und konkret Informationen über die Arbeit der Referentinnen und Referenten. Dabei wurden sie mit ihren eigenen Erfahrungen und Fragen in das Gespräch eingebunden. Für Matthias Zimmer war es wichtig zu erfahren: “Warum gibt es Obdachlose trotz staatlicher Hilfe?“ Besonders spannend war für Martina Tran die Arbeit von „Pax Christi“. „Als Friedensbewegung benennt Pax Christi Missstände und bezieht klare Positionen, wo Menschenrechte verletzt und Konflikte mit Gewalt ausgetragen werden. Sie bemüht sich um gerechte Strukturen des Zusammenlebens und friedliche Wege der Konfliktbearbeitung.“ Bei den angesprochenen Themen blieb es nicht aus, dass unter den Teilnehmern eine große Betroffenheit ausgelöst wurde. Besonders intensiv erlebte Corinna Saar das Gespräch über die Seelsorge auf der Palliativstation, bei dem auch Gefühle  beim Gedanken an den eigenen Tod angesprochen wurden. „Gut, dass es jemand gibt, der Schwerkranke begleitet, sie auf den Tod vorbereitet und ihre Familien unterstützt.“
Beeindruckt waren die jungen Leute sowohl von der Vielfalt der Aufgaben als auch von der nötigen Sensibilität, wenn etwa der Polizeiseelsorger eine Todesnachricht für eine Familie überbringen muss.  Einig waren sich alle Schülerinnen und Schüler über die Bedeutung der gesellschaftlichen Relevanz der einzelnen Einrichtungen, wie etwa Christin Feld zur Arbeit des Streetwokers sagt: „ Der Streetworker ist sehr wichtig für alle Jugendlichen, die Probleme haben. Ich finde die Arbeit des Streetworkers bewundernswert.“ , oder Lena Schirra zur Aidshilfe: „Ich denke, dass die Aidshilfe von missio eine riesige Bedeutung hat, da Aids ein sehr wichtiges und aktuelles Thema ist. Man muss vor allem den Menschen in Afrika helfen, die sich nicht selbst helfen können. Das Thema muss öffentlich behandelt werden, z. B. mit Plakataktionen.“
Die Schülerinnen und Schüler zollten den Referentinnen und Referenten Respekt und Achtung für ihr Engagement und ihre Arbeit, die sowohl persönlichen Einsatz als auch hohe Professionalität erfordert. Für die Gestaltung dieses Tages bedankten sie sich bei jedem Einzelnen mit einer weißen Rose.
Die Referenten bescheinigten andererseits aber auch den Schülern, dass sie mit großem Interesse und Aufmerksamkeit bei der Sache waren. „Der Projekttag ist eine sehr positive Form der Auseinandersetzung mit diesen Lebensthemen, die sonst im Unterricht nicht vorkommen.“ So Frau Kaspar von der Palliativstation (als Krankenhausseelsorgerin). Die Ergebnisse aus den Workshops fassten die Jugendlichen jeweils in einen Reflexionsbogen zusammen, die im Unterricht noch einmal diskutiert wurden. So war es am Ende ein zwar anstrengender, aber ein sich lohnender Vormittag, der von Schülerseite mit „“Super, tolle Abwechselung“, „Sehr informativ und hilfreich“, „Gibt Denkanstöße“, “Sehr interessant und aufschlussreich, halt aus dem Leben gegriffen!“, „Sehr gute Erfahrung“ bewertet wurde.

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