Politik/Sozialkunde

Wir unterrichten Politik

Herr Geidt
Frau Paul
Frau Pick
Frau Zender

Politik & Sozialkunde am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Ziele und Legitimation

Die Besonderheit des Faches Politik (in der Mittelstufe: Sozialkunde) besteht in seiner Komplexität, denn es weist Aspekte aus den Bereichen der konkreten Politik, der Soziologie, der Rechtswissenschaft, der Wirtschaft, der Geographie und auch der neueren Geschichte auf.
Dadurch erfüllt es automatisch die Anforderung des fächerübergreifenden Arbeitens.
Primäres Ziel des Politikunterrichts ist die Förderung der mündigen Bürger, dies impliziert den selbstdenkenden, sozial verantwortlich handelnden und aktiv gestaltenden Menschen.

Stundentafel, Lehrwerk und Aktivitäten

Das Fach Sozialkunde (in der Oberstufe: Politik) wird in den Klassenstufen 9 und 10
zweistündig und in der Hauptphase der gymnasialen Oberstufe als Grundkurs dreistündig
sowie als Leistungskurs fünfstündig unterrichtet.
In der Mittelstufe und in der Oberstufe arbeiten wir mit der jeweiligen digitalen Ausgabe des
Lehrwerks „Mensch und Politik“ aus dem Westermann-Verlag.
 
Methode „News of the week“
Das Fach Politik vermittelt neben Basis- und Orientierungswissen über politische Strukturen
und Vorgänge einen breiten Zugang zu aktuellen politischen Themen. Als Methode hat sich
hierbei der Vortrag „News of the week“ im Politikunterricht etabliert. Hierzu referieren
Schüler/innen jede Woche über ein selbstgewähltes, aktuelles politisches Thema. Die
Schüler/innen wählen nach vorgegebenen Kriterien aktuelle Nachrichten der Politik aus, die
aktuell und kontrovers sind. Diese Nachrichten können von allen politischen Ebenen, von der Kommunalpolitik bis hin zur Weltpolitik reichen. Sie werden für die Mitschüler/innen
recherchiert, mit nötigem Hintergrundwissen unterfüttert und strukturiert wiedergegeben.
Kontroverse Meldungen können anschließend diskutiert und bewertet werden.
Aktuelle Ereignisse können auf diese Weise in den Lehrplan eingebaut werden, über das
ganze Schuljahr verteilt erhalten die Schüler/innen so einen breiten Überblick über politische
Kontroversen der Gegenwart.
 
Projekte
Regelmäßig nimmt das GSG am Projekt „Juniorwahl“ teil, das jeweils zeitgleich mit
Bundestags-, Landtags- und Europawahlen stattfindet. So zum Beispiel:

Juniorwahl 2021 am GSG – Demokratietraining für Schülerinnen und Schüler

Was wäre, wenn auch Jugendliche wählen könnten?

Diese Frage ist heiß diskutiert. Sollte man das Wahlalter auf 16, gar auf 14 Jahre herabsetzen? Einige Parteien äußern diese Forderung offen in ihrem Wahlprogramm, andere sehen es als Unfug an.
Um trotzdem Schülerinnen und Schülern ab einem gewissen Alter die Möglichkeit einer Wahl zu geben und zu prüfen, welche Parteien in diesen nicht bei der Bundestagswahl berücksichtigten Altersgruppen beliebt sind, gibt es seit 1999 die Juniorwahl, die dieses Jahr im Zeitfenster der Bundestagswahl auch am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach stattfand.

Vom 21. bis zum 23.09. waren alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen neun bis zwölf dazu aufgerufen, ihre Stimme in eigens dazu eingerichteten Wahllokalen abzugeben. Dies geschah meist im Zuge des Politikunterrichts, aber auch diejenigen, die das Fach Politik in der Hauptphase der Oberstufe nicht belegt haben, konnten ihren Urnengang in den Pausen erledigen.
Das Projekt erhielt so viel Unterstützung von Seiten der Teilnehmenden, dass alle notwendigen Aufgaben rund um die Realisierung der Juniorwahl, also Wahlüberwachung und Stimmauszählung, vollständig von Schülerinnen und Schülern übernommen werden konnten.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium zählte im Zuge des Projekts zum Wahlkreis Sankt Wendel, demnach standen jene Direktkandidatinnen und -kandidaten der Bundestagswahl auch bei den Schülerinnen und Schülern zur Wahl. Mit nur einer Stimme Vorsprung fiel hier das Ergebnis sehr knapp aus, anders als beim Bund. Auch die Verteilung der Zweitstimmen sah etwas anders aus. Bei der Juniorwahl bundesweit siegten die Grünen (20,6%), gefolgt von der SPD (19,4%) und der FDP (18,5%) bei einer Wahlbeteiligung von sagenhaften 81,4%, die das gesteigerte politische Interesse von Jugendlichen offenbart.
Insgesamt war die Juniorwahl ein gelungenes Projekt, das neugierig und Politik greifbar macht, erwiesenermaßen die Steigerung der Wahlbeteiligung der Jugendlichen und Eltern hervorruft und insgesamt einfach Freude bereitet.

Hinzu kommen:
Unterrichtsbesuche/Lehrfahrten/Exkursionen und Wettbewerbe
In unregelmäßigen Abständen werden Abgeordnete des Landtages an unsere Schule
eingeladen, dabei wird auf eine gewisse Ausgewogenheit bezüglich der Parteizugehörigkeit
geachtet.
Weitere Expertinnen und Experten werden bei Bedarf eingeladen. So zum Beispiel in
unseren Politik-Kursen in Stufe 12 die Jugendoffizierin/der Jugendoffizier der Bundeswehr,
was die Möglichkeit zu kontroversen politischen Diskussionen über außen- und
sicherheitspolitische Themen bietet.
Gelegentlich finden Lehrfahrten unter der Federführung des Faches Politik statt, wie z. B.
Reisen der Klassenstufe 10 und 12 nach Berlin. Im Mittelpunkt steht hierbei der direkte
Einblick in die konkrete Politik und der Besuch der Institutionen Bundestag und Bundesrat.
 
Zusätzlich zu den „normalen“ Lehrplaninhalten nehmen Schülerinnen und Schüler ab Klasse
9 am „Bundeswettbewerb zur politischen Bildung“ teil. Über weitere Wettbewerbe mit
politischem Kontext werden die Schüler informiert und können an ihnen, mit oder ohne Hilfe
der Fachlehrer, teilnehmen.

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