Wie auf einer kleinen Messe stehen verschiedene Stände nebeneinander: Darauf aufgebaut sind Laborgerätschaften, selbstgebaute Erfindungen oder 3D-Modelle. Hinter den Ständen stehen die jungen Forschenden.
Die Teilnehmenden sind zwischen 10 und 14 Jahren alt. Eingeladen hatte der saarländische Landeswettbewerb von „Jugend forscht junior“. Insgesamt 43 Projekte von 84 Jungforschenden sind an diesem Tag an der Universität des Saarlandes zu sehen.
Von Mikroplastik bis zu natürlichen Farbstoffe
Ob Bubble Tea, Limonade, selbstgebaute Flugzeuge oder Fahrzeuge. Dazu Forschungsprojekte, die sich mit Klimaschutz oder Nachhaltigkeit beschäftigen. Hier wird nach alltagstauglichen, praktischen Lösungen für mehr Umweltbewusstsein gesucht.
„Weil in handelsüblichen Seifen sehr viel Plastik und künstliche Zusatzstoffe drin sind, wollten wir eine umweltfreundlichere Seife herstellen“, berichtet eine der jungen Forscher. „Wir haben Mikroplastik filtriert, damit wir den Menschen zeigen können, was sie täglich benutzen“, ergänzt eine Mitschülerin.
Für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen setzen sich auch Louisa und Lina ein: Die beide nähen privat und wollten deshalb aus Naturstoffen Farben herstellen. Dafür haben sie zum Beispiel Himbeeren oder Kaffee benutzt. „Wir haben auch unsere T-Shirts selbst gefärbt, das funktioniert sehr gut und wir sind happy!“
Schülerinnen und Schüler ziehen Inspiration aus ihrem Alltag
Für das Projekt gab es insgesamt fünf Preise – das freut auch ihre Schule, das Geschwister Scholl-Gymnasium in Lebach. Das hat auch den Sonderpreis für die erfolgreichste Schule gewonnen. Betreut hat die Projekte die Lehrerin Margit Becker-Peters, bei der Ideenfindung hat sie sich aber größtenteils rausgehalten.
„Das sind oft Themen aus ihrer Freizeit, von ihren Hobbys, von ihren sonstigen Aktivitäten, bei denen sich schon öfter die Frage gestellt haben, warum funktioniert das so, warum ist das so“, so die Lehrerin.
Kühlende Wasserwand für heiße Tage in den Klassenräumen
Eine weitere Idee kam aus dem Alltag am Geschwister-Scholl Gymnasium selbst, erzählen Louis und Moritz. Motiviert hat sie nicht der Wettbewerb, sondern die sommerliche Hitze im Klassenzimmer. Sie haben eine Wasserwand entworfen.
„Einfach damit die Schule runtergekühlt wird, wenn man eine Mathearbeit schreibt und es heiß ist im Sommer. Dass man keinen Nervenzusammenbruch kriegt oder zu viel Stress hat.“ Zwei weitere Gruppen haben an der technischen Umsetzung gearbeitet und die kühlende Wirkung der Wand untersucht. Diese Wand soll laut den Schülern jetzt tatsächlich auch gebaut werden- und zwar von der Dillinger Hütte.
Mit dem Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ endet auch das Projektjahr. Für den Bundeswettbewerb sind die Teilnehmenden noch zu jung, den gibt es in der Junior-Ausgabe noch nicht.
Das hält die jungen Forschenden aber nicht davon ab, weiter zu tüfteln. Viele von ihnen haben schon verraten, dass sie im nächsten Jahr noch einmal mitmachen wollen. Mit neuen Ideen oder um ihre Projekte voranzutreiben.
Ein Thema in der Sendung „Der Morgen“ am 25.02.2026 auf SR kultur. Erstveröffentlichung: 26.02.2026 | 11:30 Uhr