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GSG-Schüler schnuppern Hörsaalluft

Zwar sind zur  Zeit Semesterferien, dennoch konnten ca. 120 Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums  schon einmal Hörsaalluft schnuppern. Im Rahmen eines umfassenden Unipraktikums der Klassenstufe 12, das in dieser Weise nur am GSG durchgeführt wird und im Rahmen des Seminarfachs abläuft, erkunden die Schüler teils angeleitet, teils auf eigenen Faust die Fächerwelt der Universität des Saarlandes.
Zum Auftakt stand die Studienberatung im Mittelpunkt, deren Mitarbeiter in einem dreistündigen Programm erst einmal grundsätzlich zur Studienplatzwahl, den Fächern und deren Anforderungen informierten. Entsprechend groß war der Andrang der Schüler auf Material (siehe Foto). Es wurden so viele Fragen gestellt, dass die Zeit kaum ausreichte, aber die Schüler können sich bei weiteren Veranstaltungen im 14-tägigen Turnus noch mehrmals, und dann fächerspezifisch, weiterinformieren und dabei prüfen, inwiefern ein Studium für sie in Frage kommt. Vor allem sollen auch Berührungsängste abgebaut werden.

Möglich wird das alles nur durch das Engagement des Schulleiters, Wolfgang Asselborn, zusammen mit Dr. Albers vom Unipräsidium und einem Team engagierter Lehrer und Unimitarbeiter, welche die einzelnen Veranstaltungen planen und begleiten. Obwohl noch manches improvisiert wird, ergibt sich doch für die Schüler ein dichtes Angebot an vielfältigen Studieninformationen, das sorgfältig mit ihnen erarbeitet wird und Raum lässt für individuelle Fächerwahl und Teilnahme an Lehrveranstaltungen, sobald das Semester beginnt.
Mit Berufsinformationstagen für die Klassenstufen 10 und 12 ergänzt das GSG am 18. und 19. September sein Angebot, möglichst umfassend über Berufswahlmöglichkeiten zu informieren. Hier gibt es Gelegenheit, weitere Hochschulen und andere Berufsbereiche kennen zu lernen, mit Vertretern zu sprechen und sogar ein Bewerbungstraining zu durchlaufen.
Auf dem Foto studieren GSG-Schüler das Infomaterial an der Universität.

Seminarfach besucht das Zeitungsmuseum

Mit dem Thema „Ritter, Tod und Teufel“ war das Seminarfach von Dr. Eva Kell in der Klassenstufe 11 gestartet und bis zum Dezember waren alle Referate gehalten. Die Schüler hatten sich  mit zahlreichen alltagsgeschichtlichen Fragestellungen beschäftigt, etwa der Entstehung der mittelalterlichen Stadt, den Hexenverfolgungen einschließlich  Jeanne d`Arcs als ein Beispiel für die Ketzerverfolgung. Weitere Schwerpunkte waren die Gestaltung des Alltagslebens in verschiedenen Epochen, z. B. zur Römerzeit, in der DDR, im Dritten Reich mit dem Schwerpunkt Kindheit und Jugend. Andere hatten sich mit der Wirkung von Utopien oder der 68er-Generation befasst, sodass ein breiter Zugriff auf die Themenfelder und Arbeitsweisen der Alltagsgeschichte gegeben war.
Aber auch der Wandel in der Wahrnehmung von Sinnen und Gefühlen war ein Thema, sei es im Verhältnis zur Mitkreatur Tier oder im Verhältnis der Menschen zu Liebe, Kindern oder dem Tod. Damit war ein Anknüpfungspunkt zur aktuellen Ausstellung des Zeitungsmuseums in Wadgassen gegeben, konnte man doch unter dem Thema „Der Tod in der Karikatur“ mit Zeitungskarikaturen seit dem 19. Jahrhundert dien Wandel im Umgang mit dem Thema Tod konkret nachvollziehen. Das passte auch zu den Seminarfachthemen „Widerstand im Dritten Reich“ oder „Leben im KZ“
Einen Schwerpunkt  der Ausstellung, die wir als Lehrfahrt am 9.12.2009 besuchten, bildete der Umgang mit dem Thema Krieg, der erst nach dem Zweiten Weltkrieg geächtet wurde und die rassistische Propaganda des Faschismus sowie menschenverachtende Kriegspropaganda mit karikaturistischen Mitteln.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden dann immer neue politische Themen von den Karikaturisten mit Todesmetaphern versehen, vor allen die Umweltzerstörung, aber auch das Aids-Virus.  Da die Themen bis an die unmittelbare Gegenwart heranreichten, wurde auch der Tod Michael Jacksons als gesellschaftliches Massenereignis nicht ausgespart und hielt uns unseren Umgang mit dem Thema Tod unmittelbar vor Augen.
Kritisch beleuchtet wurde durch alle Epochen der Umgang der Presse mit dem Thema Tod und dessen Ausschlachtung durch Voyeurismus, wie etwa im Fall Barschels. Nicht zuletzt verwies eine Installation von Minigrabstellen mit unterschiedlichster Belegung, erkennbar an der Grabgestaltung, auf die zeitlos bissig-witzige Funktion der Karikaturen. Die Konkretisierung der Seminarfachthemen hat Spaß gemacht und zur Weiterarbeit motiviert, daher soll auf Wunsch der Schüler die Kombination von eigener Erarbeitung und außerschulischer Anschauung fortgesetzt werden.

GSG-Kunstkalender 2010

Der Kalender ist im DIN A4-Format (quer) gehalten und besteht aus Kunstwerken von GSG-Schülern.
Einen Einblick in die Arbeit des Kurses, der den Kalender entworfen und in Druck gegeben hat, finden Sie hier.

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