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Bericht zum Seminar „Drogen machen nicht cool!“ 2013 von der Klasse 7F1

Am Donnerstag, den 12. Dezember 2013 fuhren wir nach der vierten Stunde mit dem Bus zur Jugendherberge nach Tholey. Dort gab es zunächst ein Mittagessen und wir bezogen unsere Zimmer.
Anschließend trafen wir uns mit Herrn Haab vom Landespolizeipräsidium im Tagungsraum.
Herr Haab legte uns zwei Plakate vor. Auf dem einen stand: „Ein abgefülltes Leben“, auf dem anderen „Ein erfülltes Leben“. Er erklärte uns, dass man ein abgefülltes Leben besitzt, wenn man Drogen nimmt. Bei Drogenmissbrauch braucht man immer mehr Drogen, da diese die natürlichen Glückhormone unseres Körpers zerstören. Ein erfülltes oder ein glückliches Leben hat man, wenn der Körper selbst durch frohe Erlebnisse, Sport oder Hobbys die Glückshormone produziert – nach dem Motto „Lebensfreude ist die beste Suchtvorbeugung“. Anhand von verschiedenen Fallbeispielen aus der Zeitung zeigte er uns die Wirkung von Drogen mit dem Ergebnis: Drogen machen nicht cool.
Außerdem sprach Herr Haab aus eigener Erfahrung über Sucht. Er hatte einen Freund namens Tommy, der ein Suchtproblem besaß. Er verstarb vor drei Jahren sogar daran. Herr Haab erklärte uns, wie Alkohol und Drogen im Gehirn wirken und was die Folgen sind. Wir haben viel gelernt und die Geschichten über Drogenabhängige empfanden wir schockierend und erschreckend.
Nach dem Abendessen hatten wir eine Pause, die wir zum Zusammensein auf unseren Zimmern nutzten. Später trafen wir uns erneut im Tagungsraum. Wir erprobten eine Promillebrille, die das Sichtfeld so verändert, als ob man 1,3 Promille Alkohol im Blut hätte. Das war zwar ein lustiges Spiel, zeigte aber auch, was im Ernstfall passieren kann. Um 23.30 Uhr war dann endgültig Nachtruhe angesagt.
Nach dem Frühstück am Freitagmorgen arbeiteten wir mit Frau Berwanger-Jochum weiter an unserem Thema. Wichtig war die Frage: „Warum nehmen Jugendliche Drogen?“. Wir sammelten selbstbewusste Argumente gegen Drogen, nachdem wir in einem Rollenspiel zu „Gruppenzwang“ gesehen hatten, wie schwer es ist, „Nein!“ zu sagen. In Kleingruppen erstellten wir Plakate zu den Fragen: „Was brauche ich, damit ich NICHT dauerhaft Drogen nehme?“, „Wie sollen meine Eltern reagieren, wenn mal was passiert ist?“, „Was mache ich, wenn mein bester Freund, meine beste Freundin dauerhaft Drogen nimmt?“
Neben der Suchtprävention war auch „Klassengemeinschaft“ ein Thema an den beiden Tagen, das wir mit Frau Berwanger-Jochum und unserer Klassenlehrerin besprachen.
So hat das Suchtpräventions-Seminar nicht nur gezeigt, was alles bei Drogenmissbrauch Schlimmes passieren kann, sondern hat uns auch geholfen, als Klasse besser zusammenzufinden.
Nach dem Mittagessen am Freitag endete das Seminar und wir machten uns auf die Heimfahrt zum Busbahnhof in Lebach, wo wir um 13.30 Uhr ankamen.
Fazit:
Am Ende des Seminars wusste jeder, dass er mit der Einnahme von Drogen sich selbst und seinem Umfeld schadet.

Ein Tagebucheintrag zum Seminar „Drogen machen nicht cool" in der Jugendherberge Tholey

Wir, die Klasse 7F1, Frau Berwanger-Jochum sowie Frau Petry und nicht zu vergessen „Herr Meier“ (Frau Petrys Hund), sind am 14.11.11 - 15.11.11 nach Tholey zum Seminar „Drogen machen nicht cool!“ gefahren. Darüber haben wir einen kleinen Tagebucheintrag verfasst.

Erster Tag :

Nach vier Stunden Unterricht stiegen wir endlich in den Bus, der uns nach Tholey brachte. Wir waren voller Erwartung und Freude auf die kommenden zwei Tage in der Jugendherberge. In Tholey angekommen legten wir den Rest des Weges zu Fuß bis zu Jugendherberge zurück, wo das Mittagessen schon auf uns wartete. Es gab eine Creme-Suppe, feine Tortellini sowie einen leckeren Schokopudding. Das Essen in der Jugendherberge war überhaupt super.
Danach bezogen wir unsere Zimmer. Bevor wir mit dem Seminar anfingen, hatten wir noch eine kleine Pause.
Wir trafen uns mit den beiden Lehrerinnen, Herr Meier und Herrn Haab, der dieses Seminar mit Frau Berwanger-Jochum veranstaltete, in einem Seminarraum. In der Mitte lagen Drogenattrappen und dazugehörende Zeitungsberichte. Vor allem diese Tatsachenberichte haben uns sehr berührt und zum Teil schockiert. Herr Haab berichtete von Drogen und erzählte von seinen beruflichen Erfahrungen als Polizist. Wir schrieben alle Drogen, die uns einfielen, auf ein Plakat und ordneten sie in zwei Spalten: illegale und legale Drogen. Herr Haab erklärte, wie Drogen auf das Gehirn und den Menschen wirken und wie sie süchtig machen.
Dann machten wir einen Versuch, bei dem die beiden Schülerinnen Mallaury Blank und Vivienne Augustin mit ihren Händen Synapsen in einem Gehirn darstellten und Herr Haab veranschaulichte mit künstlichen Cannabisblättern die Auswirkung von Sucht im Gehirn. Anschließend ging es zum Abendbuffet, das wir uns schmecken ließen.
Nach einer Pause versammelten wir uns wieder im Seminarraum, wo uns Frau Berwanger-Jochum die einzelnen Drogen, die in der Mitte auf dem Boden lagen, erklärte und unsere Fragen dazu beantwortete. Anschließend verabschiedeten wir uns von Herrn Haab mit einem kräftigen Applaus und bedankten uns für den interessant gestalteten Tag.
Jetzt freuten wir uns über eine Stunde Pause, die wir gemeinsam auf unseren Zimmern verbringen konnten. Den Abend beschlossen wir mit einem Test mit einer Promille-Brille (1,2 Promille). Mit der Brille mussten wir Aufgaben lösen, z.B. etwas schreiben, etwas einschenken, auf einer Linie gehen etc.... Dies war z.T. sehr lustig, zeigte uns aber auch, wie Alkohol die Reaktionen einschränkt und verändert.

Zweiter und letzter Tag :
Am anderen Morgen übernahmen wir (Kim Kirchner, Jasmin Kipper, Marie Schröder, Hanna Perius, Hannah Schäfer und Lara Deges) die Aufsicht für „Herrn Meier“, da Frau Petry in der Schule noch eine Kursarbeit schreiben musste und wir machten schon vor dem Frühstück mit ihm seinen Morgenspaziergang.
Nach dem Frühstück ging es weiter im Seminarraum. Frau Berwanger-Jochum gab Sina Johann, Fabienne Mink, Niklas Esch, Vivienne Augustin, Marcel Backes und Jasmin Kipper die Anweisung für ein Rollenspiel, in dem es darum ging, dass die anderen fünf Schüler versuchten Jasmin zu überreden, Drogen zu  nehmen. Jasmin hätte fast zugestimmt: „Die Verlockung war zu groß." Das Rollenspiel machte uns deutlich, wie Gruppenzwang ausgeübt wird.
Danach sammelten wir in Gruppen selbstgewusste Argumente gegen Drogen und gestalteten Plakate zu den Themen:
 „Warum nehmen Jugendliche Drogen?"
„Was brauche ich, damit ich nicht dauerhaft Drogen nehme – wo und bei wem finde ich das?“
„Wie hätte Inga (die nach übermäßigem Alkoholkonsum tödlich verunglückte) gerettet werden können?“
„Was mache ich, wenn mein bester Freund/meine beste Freundin dauerhaft Drogen nimmt?“
Wie sollen meine Eltern reagieren, „wenn mal was passiert ist“?“
Nach einer Abschlussrunde gab es wieder ein Drei-Gänge-Menü, bevor wir gestärkt  in den Bus stiegen, der uns wieder nach Lebach zum Bahnhof fuhr.

Leider war, wie alle fanden, das Seminar und der Aufenthalt in der Jugendherberge zu kurz, aber trotzdem sehr schön. Es war interessant zu wissen, wie Drogen auf uns wirken und wie sie unseren Körper zerstören können.
Dazu hatten wir noch eine Lebensweisheit von Herrn Haab bekommen: „Es gibt keinen aufrichtigeren, ehrlicheren und treueren Freund – lebenslänglich - als meinen eigenen Körper. Er belügt und betrügt mich nie. Ich muss nur sensibel auf seine Signale achtgeben."
Wir danken Frau Berwanger-Jochum, Herrn Haab und Frau Petry für dieses tolle Seminar, das uns im Leben hoffentlich weiterhilft. Ein großes Dankeschön auch an das Tholeyer- Jugenherbergsteam für den tollen Service!
Eine Zusammenfassung von: Hannah Schäfer, Hanna Perius und Lara Deges aus der Klasse 7F1.
PS: Wir wünschen den anderen Klassen ebenfalls einen so schönen Aufenthalt wie wir ihn hatten!!!

Viele Liebe Grüße
Hanna, Hannah und Lara ♥

Suchtprävention am GSG

Ansprechpartnerin und Verantwortliche: Theresia Berwanger-Jochum

Aufklären und Informieren über Auswirkungen und Folgen !
 
Beraten und Unterstützen bei Fragen und Problemen !

Begleiten und Stärken, damit Sucht keine Chance hat !

"Dass unsere Kinder mit Drogen in Berührung kommen, können wir nicht verhindern. Wir müssen aber versuchen, sie vor einem möglichen Missbrauch zu schützen!"

  • Deshalb bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium ein Seminar in der Jugendherberge Tholey für alle Klassen der Klassenstufe 7 an unter dem Motto:

"Drogen machen nicht cool!"

Ziel und Schwerpunkt der Veranstaltung ist die persönliche Auseinandersetzung der SchülerInnen mit diesem Thema.

Dabei sollen sie selbst mögliche Auslöser und Ursachen von Sucht herausfinden, Wirkungen und Risiken ergründen, mit Situationen umgehen lernen, in denen sie mit Suchtmitteln konfrontiert werden und den eigenen Umgang mit Suchtmitteln kritisch überdenken.

Geleitet wird die Veranstaltung von Frau Berwanger-Jochum (Religionslehrerin und Schulseelsorgerin am GSG) und der jeweiligen Klassenlehrerin/dem jeweiligen Klassenlehrer.

Herr Haab vom Landeskriminalamt erarbeitet als kompetenter Fachmann die Thematik mit den SchülerInnen.
Auf dem Hintergrund der jeweiligen Klassensituation werden die Inhalte von den Begleitpersonen  fortgeführt und vertieft.

  • Deshalb bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium einen Elternabend für jede Klasse 7 an unter dem Motto:

"Lebensfreude ist die beste Suchtvorbeugung"

Dennoch gibt es kein Patentrezept gegen Süchte und Abhängigkeit. Aber es gibt Erfahrungen, die Eltern dabei helfen, Suchtentwicklungen vorzubeugen. Wenn wir über Drogen, Sucht und Abhängigkeit sprechen, dann meinen wir illegale Stoffe wie Marihuana, Cannabis, Ecstasy, Heroin, aber auch gesellschaftlich tolerierte Drogen wie Alkohol, Medikamente und Nikotin.

Drogen sind sowohl Sucht- als auch Genussmittel.

Allen Menschen, ob groß oder klein, ist die Tendenz gemeinsam, sich mit Hilfe von Mitteln - seien es Süßigkeiten, Alkohol oder Fernsehen / Computer usw. - Wohlbefinden zu verschaffen und so auch unangenehmen Situationen wie etwa Langeweile, Unzufriedenheit, Frust und vielem mehr auszuweichen. Das ist im Einzelfall nicht problematisch. Dennoch sind es unter Umständen die seelischen Voraussetzungen, die Sucht entstehen lassen. Sie haben Ihr Kind einer Schule anvertraut, die gemeinsam mit Ihnen dem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachkommen will. Die Schüler und Schülerinnen haben bereits an einem Seminar unter dem Thema "Drogen machen nicht cool!" teilgenommen.

Die Schule bietet deshalb auch Ihnen im Rahmen der Suchtprävention einen Elternabend an.

Geleitet wird der Elternabend von G. Haab vom Landeskriminalamt.

  • Deshalb gibt es am Geschwister-Scholl-Gymnasium einen Arbeitskreis "Suchtprävention", in dem Eltern, LehrerInnen und Schülervertretung über das Thema gemeinsam beraten und diskutieren.

          Sie sind herzlich eingeladen, in diesem Arbeitskreis mitzuarbeiten.

Der Termin des nächsten Treffens wird hier bzw. in den News dieser Homepage bekannt gegeben.

Schüler als Gesprächspartner im Therapiezentrum

Nach den Drogenseminaren in Klassenstufe 7, die den Schülern die Gefahren von Drogenkonsum vermitteln sollten, folgte nun in der 10. Klasse eine praxisnahe Erfahrung im Umgang mit ehemaligen Drogenabhängigen. Die 10er-Klassen des Geschwister-Scholl Gymnasiums in Lebach besuchten nacheinander das Drogen-Therapiezentrum in Tholey um dort Gespräche mit Therapeuten und Patienten zu führen. Wir, die Klasse 10I2, fuhren am 10.04.08  gemeinsam mit Frau Bayer, unserer Klassenlehrerin, und Frau Berwanger-Jochum, als zuständige Lehrerin für die Suchtprävention an unserer Schule,  dorthin um den Ablauf der Therapiemaßnahmen, sowie die Arbeit der Therapeuten besser kennen zu lernen. Die Gespräche fanden in einem Konferenzraum statt, der auch für therapeutische Zwecke dient. Das Gespräch teilte sich in drei Phasen ein: zuerst klärte uns ein Therapeut darüber auf, dass wir als Teil einer Gesprächstherapie dienen sollten. Er stellte uns den 29-jährigen C. vor, den wir im weiteren Gesprächsverlauf nach seiner Vergangenheit, seinem jetzigen Stand und seinen Zukunftsplänen befragen durften. C. berichtete von seinen ersten Drogenerfahrungen bis bin zu seinem völligen Absturz in die Drogenszene. Mit Unterstützung seiner Familie entschloss er sich vor 3 Monaten eine Therapie zu machen. Die Therapie gliedert sich in fünf Phasen: an erster Stelle steht die Orientierungsphase, in der die Außenkontakte auf ein Mindestmaß beschränkt werden, um die Therapieziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen. Als nächste Stufe folgt die Begegnungsphase, in der die Selbst- und Fremdwahrnehmung vertieft werden.

Orientierungsphase
Ziele in dieser Phase sind:

  • Anamneseerhebung und Diagnostik
  • Aufbau einer Vertrauensbasis und therapeutischen Beziehung
  • Förderung der Eigenmotivation
  • Integration in eine bestehende Therapiegruppe
  • Auseinandersetzung mit dem Gefühl beginnender Nüchternheit
  • Erarbeitung eines Therapieplanes
  • Klärung der Schuldensituation und Beginn der Schuldenregulierung

Begegnungsphase
Ziele in dieser Phase sind:

  • Selbsterkenntnis der individuellen Suchtproblematik
  • Vertiefung von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • erste "neue Schritte" versuchen, intensivieren und ausbauen
  • Übernahme von Verantwortung innerhalb der therapeutischen Gemeinschaft
  • Entwicklung neuer konstruktiver Konfliktlösungsstrategien

Wachstumsphase
Ziele in dieser Phase sind:

  • reale Zukunftsperspektiven entwickeln und dadurch Verringerung von Zukunftsängsten und Fluchtwünschen
  • Festigung einer kritischen Einstellung gegenüber legalen und illegalen Drogen
  • höheres Maß an Selbstvertrauen
  •  Erlernen von Konfliktlösungen ohne ständige Kontrolle des Fachpersonals
  • befriedigendes und nach außen gerichtetes Freizeitverhalten, verstärkte Überprüfung sozialer Beziehungen
  • Einleitung der beruflichen Rehabilitation
  • Übernahme von Eigeninitiative und -verantwortung z.B. auch in Form von Teilnahme an Selbsthilfegruppen

"Die Klientin/der Klient erlebt innerhalb des therapeutischen Rahmens Ihre/ Seine Grenzen und zunehmend mehr Freiräume. Das Wechselspiel zwischen "Vereinzelung" und Gruppenzugehörigkeit gibt ebenso wie der Blick auf die eigene Biographie Themen für Einzel- und Gruppentherapie.
Signale verstehen, jemandem richtig zuhören, genau anschauen und nicht mit Vorwürfen und Generalisierungen reagieren, sind wichtige Voraussetzungen, um eigene Gefühle auszudrücken. Durch das Bewusstmachen eigener Bedürfnisse im Konfliktfall, durch das Erkennen, dass es unterschiedliche Sichtweisen von Problemen geben kann, sowie durch das Lernen, eigenes Verhalten zu überdenken und anderen mitzuteilen, lassen sich viele Konflikte im persönlichen Bereich lösen." Die nächste Phase nennt sich Wachstumsphase, in der eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung angestrebt wird, um einerseits der Gefahr der Isolierung, andererseits dem nicht minder unerwünschten Anschluss an "Drogenfreunde" vorzubeugen. Es gilt, passives Verhalten zu überwinden. "Neue Aktionsfelder auch außerhalb der Einrichtung sollen erschlossen werden, z.B. Vereine, VHS- Kurse etc. Nachdem die Einbeziehung der Eltern bzw. der Partnerin/des Partners oder anderer wichtiger Bezugspersonen durch Besuche und gemeinsame Gespräche in unserer Einrichtung mit dem zuständigen Therapeuten bereits sehr früh begonnen hat, erfolgen Heimfahrten (Eltern/Partner), dies soll u.a. zur Beziehungsklärung beitragen. Als nunmehr "Älterer" dient der Klient als Vorbild und Anreiz zur Nachahmung für "Jüngere". Frühzeitige Vorbereitung auf einen Beruf, weiteren schulischen Werdegang bzw. eine Arbeitsstelle erfolgen sehr intensiv." In der Adaptionsphase wird der Klient im Unterschied zum bisherigen Therapieverlauf nunmehr seine Zeit weitgehend selber einteilen und planen. "Globales Ziel in der Adaptionsphase ist die Wiedereingliederung in Beruf und Gesellschaft. Die Vorstellungen für das Leben nach der Therapie sollten jetzt umgesetzt und die entsprechenden Schritte dazu unternommen werden. Dazu gehören die Planung von Ausbildungs- u./o. Umschulungsmaßnahmen, Aufbau weiterer Kontakte außerhalb der Einrichtung, Praktika in Betrieben der Umgebung, selbständige Haushaltsführung und die intensive Planung und Durchführung eines Abschlussprojektes. Vor der Aufnahme in das Adaptionshaus findet ein Gespräch mit dem/der Klienten/in, seinem/ihrem Therapeuten und dem Adaptions- Mitarbeiter statt, in dem Ziele für die weitere Rehabilitationsmaßnahme geklärt werden sollen. Die Adaptionsphase ist in Tholey in den regulären Therapieablauf integriert. Der Übergang von dem geschützten Rahmen einer Therapieeinrichtung in die gesellschaftliche Realität soll hier therapeutisch begleitet erfolgen. Schwerpunkte in dieser Zeit bildet das mindestens 4-wöchige externe Praktikum, sowie die anschließende Projektarbeit im Rahmen der Arbeitstherapie. Im Praktikum soll die Einbindung in einen normalen betrieblichen Alltag eine Eingewöhnung in ein geregeltes Berufsleben ermöglichen. Die Erfahrung zeigt, dass wiederholt Praktikumbetriebe Klienten nach Therapieabschluss in ein zeitlich begrenztes oder festes Arbeitsverhältnis übernehmen. Die danach anstehende Projektarbeit soll in mehrfacher Hinsicht den Abschluss der Adaptionsphase symbolisieren. In der Adaptionsphase kümmern sich die Klienten selbst um ihre Versorgung, insbesondere um den Einkauf von Lebensmitteln, Kochen, Haus- und Wäschepflege und kleinere Renovierungsarbeiten im Haus. Während dieser Phase findet eine Gruppentherapiesitzung in 8 - tägigem Abstand statt. Praktikanten nehmen sich dafür von ihrer Praktikumstelle frei. Bei Bedarf findet eine zweite Gruppensitzung pro Woche statt. Einzelgespräche für die Praktikanten werden nach deren Arbeitszeit angeboten. Außerhalb der Praktikumzeiten arbeiten die Klienten in den hausinternen Bereichen. Nach Absprache werden jedoch bestimmte Zeiten für ihre speziellen Belange (wie z.B. Behördegänge, Arbeits- und Wohnungssuche usw.) festgelegt." Als letzte Phase steht nun die Nachsorgephase an. "Das Angebot beinhaltet eine 6 - 12 monatige Betreuung in einer Nachsorge - Wohngemeinschaft bzw. ambulante Nachbetreuung durch einen Mitarbeiter. Für das Nachsorgeangebot besteht eine eigene Konzeption." Im dritten Teil unseres Gespräches, erklärte uns der Sporttherapeut die Bedeutung des harten Sportprogramms. Die Patienten dürfen sich eine Sportart aussuchen und je nach Therapiephase auch das in der Nähe gelegene Schaumbergbad besuchen. C. will während seiner Therapie ein Praktikum bei einem Architekten beginnen. Wir wünschen ihm viel Glück auf seinem weiteren Weg und hoffen, dass er die Therapie erfolgreich beenden kann. Zur Unterstützung haben wir beschlossen ihm einen Brief zu schreiben, der ihn noch oft an uns erinnern soll. Wir können diese Kontaktaufnahme in der Gesprächstherapie nur jedem weiter empfehlen. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert und hinterlässt bleibende Eindrücke. Eindrücke, die als Abschreckung dienen; Eindrücke der Realität.
Wir bedanken uns beim Therapiezentrum Schaumberger Hof für die Möglichkeit, dass wir solche Erfahrungen machen durften und hoffen, dass wir nicht die letzte Klasse waren, die diese Chance wahrnehmen durfte. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei Frau Berwanger-Jochum bedanken, die sich dafür einsetzte, dass diese Fahrt in den Unterricht integriert wurde.

Hellen Stein und Barbara Roser
( Schülerinnen der Klasse 10 I 2 des Geschwister-Scholl Gymnasiums in Lebach)

Spendenkonto des Schaumbergerhofs:
levoBank Eppelborn eG
Blz: 593 930 00
Kto: 5043.19

http://www.schaumbergerhof.de



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