Orientierungstage
Die Orientierungstage sind für die SchülerInnen der Klassenstufe 5 eine sozialintegrative Maßnahme, die den Einstieg in das neue Schulsystem erleichtern und die Klassengemeinschaft fördern sollen. Sie findet für jede Klasse 5 gesondert an einem Vormittag in den ersten Wochen des Schuljahres statt. Mit unterschiedlichen Methoden erarbeiten die SchülerInnen, was für eine gute Klassengemeinschaft wichtig ist, was der Einzelne dazu beitragen kann und wie auftretende Konflikte gelöst werden können. Im gemeinsamen Tun und Erleben außerhalb des normalen Unterrichts soll die Möglichkeit geschaffen werden, Erfahrungen zu sammeln, die sowohl das Verhalten untereinander als auch das Lernklima innerhalb der Klasse positiv beeinflussen. Durch die Teilnahme der KlassenlehrerInnen soll gewährleistet werden, dass diese Erfahrungen mit in den Schulalltag übernommen und weiter umgesetzt werden.
Verantwortlich für die Veranstaltung:
Theresia Berwanger-Jochum (Religionslehrerin und Schulseelsorgerin am GSG)
Elmar Schützek (Gemeindepädagoge der Evangelischen Kirchengemeinde Lebach)
Katrin Henßler (Schoolworkerin)
Bianca Del Fario (Verantwortlich für die Nachmittagsbetreuung des CJD)
Das Team wünscht, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Klasse einen bunten Tag mit Spiel, Spaß und vielen guten Erfahrungen erleben!!!
Termine für das Schuljahr 2009/2010:
5 F1 - Frau Petry: Donnerstag, 17.09.2009
5 F2 - Frau Oetting-Phulpin: Freitag, 02.10.2009
5 F3 - Frau Radau: Dienstag, 22.09.2009
5 L - Frau Wagner: Mittwoch, 14.10.2009
Orientierungstage aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern
Orientierungstag ist dafür da, dass man seine Klasse besser kennen lernt.
Richtig gut hat mir das gemeinsame Frühstück gefallen.
Ich und meine Klasse haben viele Kennenlernspiele gemacht.
Einige aus meiner Klasse haben zum Frühstück Tee gekocht.
Nach einem Spiel haben wir uns in Neuner-Gruppen eingeteilt.
Toll fand ich, dass meine Klasse keine Schule hatte.
In Teamarbeit macht es viel mehr Spaß als allein.
Eine Gruppe hat einen Film gedreht.
Richtig gut fand ich, dass wir in den Workshops gebastelt haben.
Unsere Lehrerin ist auch in manche Workshops mitgekommen.
Neue Spiele habe ich auch kennen gelernt.
Gemeinsam hatten wir viel Spaß.
Super fand ich die Engel, die eine Gruppe gebastelt hatte.
Tatsächlich haben wir uns besser kennen gelernt.
Alles hat mir sehr gut gefallen.
Gerne würde ich noch mal an einem Orientierungstag teilnehmen.
Von Laura Löw
Orientierungstag
Pünktlich um 7:35 Uhr machten wir uns mit der Klasse zum nahe gelegenen „Café Sokrates“ auf. Beim ersten Zusammenkommen im Gemeinschaftsraum lernten wir die betreuenden Lehrkräfte sowie die Räumlichkeiten näher kennen.
Nach einigen lustigen Kennenlernspielen, wie z.B. „Obstsalat“, knurrten uns die Mägen. So ging es an die Organisation des Frühstücks. Hierzu zog jeder einen Zettel, auf dem stand, welche Aufgaben bei der Frühstücksvorbereitung übernommen werden sollten. Eine sehr gute Idee, denn so wurde jedem eine Aufgabe übertragen, die für ein gemeinsames Frühstück sehr wichtig war.
Nach einem gemeinsamen Frühstück, räumte eine Gruppe den Tisch ab, andere waren für den Abwasch verantwortlich, wieder andere stellten die Tische in ihre gewohnte Form. Diejenigen, die zuvor bei der Frühstücksvorbereitung halfen, konnten nun einige Minuten im Gemeinschaftsraum spielen oder kurz entspannen.
Als nun endlich jeder seine Arbeit erledigt hatte, konnten wir mit den Workshops beginnen. Hierzu wurden wir in Kleingruppen eingeteilt. Mir, als Mitglied der roten Gruppe, gefiel der erste der drei Workshops am besten. Hier ging es hauptsächlich um das Thema „Gemeinschaft“, was am Anfang der fünften Klasse für uns von großer Bedeutung ist. Im zweiten Workshop bastelten wir Engel, im dritten beschäftigten wir uns mit Sinnsprüchen.
Gut waren auch die fünf Minuten Pause zwischen den Workshops.
Nachdem alle Gruppen jeden der drei Workshops durchlaufen hatten, kamen wir wieder im Gemeinschaftsraum zusammen. Dort stellte jeweils einer der Gruppe die Ergebnisse der einzelnen Workshops vor. Eine Besonderheit war auch der Film, den eine Gruppe gedreht hatte und den wir gespannt anschauten.Zum Abschluss und als Erinnerung an diesen besonderen Tag erhielt jeder einen der gebastelten Engel und wir besprachen die Highlights des Tages.Insgesamt kann ich sagen, dass dieser Tag besonders gut für unsere Klassengemeinschaft und auch die Zusammenarbeit in einer Gruppe war.
Jacqueline S., Klasse 5F1
Orientierungstage aus der Sicht einer Klassenlehrerin
Nicht nur die Schüler und Schülerinnen der 5. Jahrgangsstufe am GSG sind der Meinung, dass der Orientierungstag ein voller Erfolg war. Besonders die Klassenlehrerinnen können die durchweg positiven Auswirkungen dieses einzigartigen Tages täglich feststellen: Neue Freundschaften wurden geschlossen, bestehende Freundschaften konnten vertieft werden, aber vor allem entstand ein starker Gemeinschaftssinn in den neu zusammengesetzten Klassen.
Dies zeigte sich schon am Orientierungstag selbst beim gemeinsamen Frühstück in der Verantwortungsübernahme füreinander, wenn die Milch-, Tee- oder Brötchenwächter ohne Murren ihr Frühstück unterbrachen um für den verlangten Nachschub zu sorgen. Selbst dem wenig geliebten Spül- und Reinigungsdienst wurde durch die Arbeit im Team noch Gutes abgewonnen, konnte man sich doch hier in freundschaftlicher Atmosphäre über die Erlebnisse der ersten Wochen an der neuen Schule austauschen und sich nebenbei in Fragen Hausarbeit beraten, nicht zuletzt auch um schneller an den anschließenden Workshops teilnehmen zu können.
Abstrakte Begriffe wie ‚Gemeinschaft‘, ‚Freundschaft‘ und ‚Anerkennung‘ sind durch den Orientierungstag mit Inhalt gefüllt worden. Dies wird zum einen deutlich, wenn im Unterricht von den Schülerinnen und Schülern selbstständig auf diese Termini zurückgegriffen wird, um ihre Meinungen und Einstellungen zu begründen. Zum anderen fällt eine Steigerung der Sozialkompetenz aber auch im täglichen Miteinander auf. Zusätzlich eingerichtete Angebote wie die Klassenbibliothek werden mit Interesse, Umsicht und mit gegenseitiger Rücksichtnahme freudig angenommen und selbstständig organisiert. Hilfsbereitschaft wird großgeschrieben, die Schüler übernehmen ohne großes Zutun der Lehrer Verantwortung für sich selbst und für andere, z.B. in Gruppenarbeitsphasen. Der rücksichtsvolle Umgang miteinander zeugt somit von der positiven Wirkung der Orientierungsveranstaltung.
Dass die Schülerinnen und Schüler immer wieder an die guten Erfahrungen in den Workshops des Orientierungstages anknüpfen liegt nicht zuletzt daran, dass diese Form des offenen Unterrichts, losgelöst vom strengen 45-Minuten-Rhythmus und in Gruppen- und Partnerarbeit organisiert, die Intensität des gemeinsamen Lernens und Erlebens und somit auch die Nachhaltigkeit des Gelernten nachweislich steigert. Der Orientierungstag stellt somit mit seinen stark handlungs- und produktionsorientierten Angeboten, z.B. beim gemeinsamen Basteln oder beim selbstständigen Inszenieren und Drehen eines Videofilmes zu den Themen ‚Freundschaft‘ und ‚Gemeinschaft‘, eine Ergänzung des
Qualitätsmanagement-Projektes am GSG dar, das mit Beginn dieses Schuljahres seinen offiziellen Start erhielt. Im Rahmen dieses Vorhabens werden die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend und über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich in erprobten Lern- und Arbeitsmethoden geschult, die selbstständiges und nachhaltiges Lernen zu Hause und in der Schule ermöglichen. So stärken wir unsere jungen Lernenden auf ihrem Weg zum Abitur am 8-jährigen Gymnasium.
Darüber hinaus greifen die Inhalte des Orientierungstages auch auf ein weiteres Projekt am GSG über: Das Programm ‚Erwachsen werden‘ von Lions Quest hat zum Ziel, den bewussten und angemessenen Umgang mit den eigenen Gefühlen und mit den Gefühlen anderer zu verbessern. Es stärkt das Selbstwertgefühl, das Selbstvertrauen und die Selbstdisziplin und schärft die Entschlusskraft und Entscheidungsfreudigkeit der Jugendlichen bis hin zum Neinsagen in kritischen und gefährlichen Situationen. Offenheit, Ehrlichkeit und Toleranz sowie der Gemeinschaftssinn in der Klasse werden durch das Lions Quest Programm gefestigt entwickelt und gefestigt, damit unsere Schülerinnen und Schüler gestärkt den Prozess des Erwachsen Werdens erleben können.
In diesem Sinne wünschen wir unseren Neuankömmlingen am GSG einen guten Start ins neue Schuljahr und viel Freude beim Kennenlernen, besonders an ihrem persönlichen Orientierungstag.
Autorin: Edith Günther-Marx (Klassenlehrerin der 5F1 im Schuljahr 2006/2007)